A Taste of Tokyo

Wir schliessen unsere Neuseelandreise mit einem Stopover in Tokyo ab. Hierher erleben wir unseren besten Flug aller Zeiten! Für alle Flugliebhaber ein Tipp: Die „Skycouch“ in den Boeing 787 von Air New Zealand! Ein traumhaftes fliegendes Wohnzimmer…
Narita International Airport ist circa 1,5 Stunden vom City Center entfernt. Mit der Bahn ist das kein Problem und mit den fortschrittlichen japanischen Technologien (drehende Sitze) kann sogar jeder Fahrgast vorwärts fahren 🙂  🙂
Unser Hotel ist im Bezirk Ikeburo und wir empfinden dies als gute Wahl. Schon bei Ankunft sind wir überwältigt von den vielen Eindrücken und sind irgendwie überrascht wie japanisch es ist, obwohl es eine riesige Grossstadt ist! Brennende Lampions säumen die Strassen, schöne Tafeln mit kunstvollen Schriftzeichen zieren die Eingänge zu Geschäften oder Restaurants und die Hauser sind schmal und hoch… Faszinierend.
Müde von der Reise fallen wir ins Bett.
Es ist Spätherbst in Japan. Die Temperaturen sind noch gnädig, 13 Grad sind nicht so schlecht. Zeitweise haben wir etwas Nieselregen, aber das macht uns nichts. Nach einem Grünteetoast zum Frühstück besuchen wir das National Museum. Zwar ist die Sammlung beeindruckend, aber uns gefällt besser was vor dem Museum los ist.
Wir laufen durch den wunderschönen Ueno-Park. Die Bäume strahlen noch in den schönsten Herbstfarben und überall im Park stehen alte Schreine oder Hauser mit diesen imposanten, geschwungenen Dächern. Wir können uns nicht sattsehen!
Deshalb machen wir einen Ausflug in den Stadtteil Yanaka. Hier trifft das alte Tokyo auf die Moderne. Das Quartier ist voll von alten Bauten, die man teilweise auch von innen besichtigen kann. Nicht zu vergessen sind natürlich die vielen herzigen und einladenden Restaurants und Teestuben. Ach, wenn man doch mehr essen könnte!
Ganz im Gegensatz dazu steht äs hippe Quartier „Shibuya“. Die ganze Modeszene spielt sich hier ab. Ob Lolita-Frauen oder welcher Style auch immer: Hier ist es einfach abgedreht und verrückt! Wir naschen einen Riesen-Crêpe, den wir vorher per Plastik-Display ausgesucht haben…
Was einem als „Westener“ in Tokyo sofort auffällt ist das schwierige Navigieren. Alle Strassen sind nur mit Schriftzeichen angeschrieben. Für uns sehen alle gleich aus. Und auch das Smartphone hilft nur bedingt. Denn wenn es keine für uns lesbaren Strassennamen gibt, gibt es die weder am Wegweiser, noch auf der Karte im Google.Maps! So orientieren wir uns nur so nach Gefühl und entscheiden je nach „Winkel“ der Kreuzung oder Länge der Strasse wo wir uns befinden.
Zum Glück sind wir ja aber auch nicht alleine. Überall hat es freundliche und hilfsbereite Japaner, die uns – auch ohne Englischkenntnisse – gern weiterhelfen. Einen einzigen Haken hat das aber: Kulturbedingt sagen Japaner niemals „Nein“, oder „Ich weiss es nicht.“. Und so enden wir oft mit einem netten Herrn oder einer netten Dame herumirrend in der Nachbarschaft, weil sie uns einfach nicht sagen können, dass sie auch nicht weiter wissen.
Aber die Japaner sind wirklich ein herziges Völkli. Sie lachen viel und haben Touristen gegenüber eine positiv neugierige, herzliche Art! Oft wird man auf der Strasse angesprochen und – mit einigen holperigen Brocken Englisch – gefragt wo man her sei, ob einem Tokyo gefalle und ein herzliches Willkommen gewünscht! Falls sie nicht Englisch sprechen, reden sie einfach auf Japanisch weiter. Manchmal fragen wir uns, ob sie tatsächlich glauben, wir wurden in so kurzer Zeit ihre Sprache lernen 🙂
Der gewaltige Shinto Schrein ist ebenfalls einen Besuch wert. Inländische wie ausländische Touristen bewundern die schönen Bauwerke. Aber auch religiöses Leben findet hier statt und Einheimische kommen zur Anbetung. Hier sehen wir auch Frauen im Kimono, mit denen wir auch ein paar Fotos machen.
Doch eines der grössten Highlights ist der Fischmarkt. In diesen Hallen kann man wahrscheinlich Wochen verbringen. Wir sehen allerlei Getier was uns völlig fremd ist. Aber am faszinierendsten ist zweifelsohne der Tuna. Teilweise siegt man gewaltig grosse Exemplare, die auch Vorort zerlegt werden. Das ganze „Blut“ ist nichts für zarte Gemüter.
Aber wir kriegen nicht genug und haben Glück in einem Sushi Restaurant sofort einen Platz zu bekommen. Teilweise muss man bis zu zwei Stunden anstehen um einen Platz in den kleinen Restaurants (circa 15 Plätze) zu bekommen. Die Ausbildung zum Sushimeister dauert mindestens sechs Jahre. Bei uns stehen zwei Herren hinter der Theke und servieren uns die Köstlichkeiten direkt mit blosser Hand auf den Teller. Wir lernen, dass es hier in Japan drei verschiedene Tuna Qualitäten gibt, einen mageren, einen halb-fetten und einen fetten. In Japan ist der magere Tuna die minderste Qualität… bei uns Europa bekommt man nur diesen. Ab jetzt wird es jedes Sushi Restaurant in der Schweiz schwer mit uns haben (Wer mehr Leckerbissen sucht, schaut hier in meinem eBook)…
Tokyo ist einfach der Hammer und wir können es kaum erwarten ganz Japan zu bereisen. Es hat eine starke Kultur, schone Sehenswürdigkeiten, wirklich noch alte Bauten, freundliche Leute, ist eine Gourmet-Destination und durch gewisse Eigenheiten der Japaner überrascht es einen ständig. Wir freuen uns auf ein nächstes Mal Teppanyaki, japanischen Whiskey und auch aufs Dusch-WC, was auf Wunsch auch Geräusche macht 🙂
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2 Comment

  1. Japan! Ich war letzten Herbst dort und bin noch immer tief beeindruckt. Tokio ist eine wirklich futuristische Stadt und ja, die Menschen sind, wie Ihr bereits beschrieben habt, sehr höflich und helfen einem gerne weiter. Mein Highlight war das Takaragawa Onsen in den Bergen, wenn Ihr also noch Mal nach Japan reist, dann solltet ihr dieses nicht verpassen. Danke für den Post. Viele Grüße aus Berlin.

    1. Wir haben es leider nicht in die Berge oder ausserhalb von Tokyo geschafft. Japan steht aber definitiv ganz oben auf unserer Länderliste für die nächste Zeit! Bisschen mit Saisons und Budget jonglieren, dann geht’s wieder dahin. Danke für den Typ – werden ihn gerne befolgen. LG Reto

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