Costa Rica Teil 3: Surf’s up Part in Nosara

Nosara Coast

Nach unserer Urwald-Experience sind wir nun zurück am Meer. An der Pazifikküste Costa Ricas gibt es viele Strände und Beach Resorts. Wir haben uns für Nosara entschieden – hier soll es perfekte Wellen für Surf-Anfänger und auch –Profis geben. Das wollen wir prüfen.

In Nosara angekommen stellen wir ersteinmal fest, wie ruhig es hier ist… ausser Surfaction geht hier eigentlich kaum was ab. Selbst der Hauptstrand wirkt ab und zu (bis auf die Surfer) fast schon verlassen. Also schliessen wir uns schnell an, nehmen noch mal einen Lehrer, aber versuchen auch auf eigene Faust die Wellen zu besiegen.

Surfing in Nosara 2Unter meinem Arm befindet sich das circa 2 Meter lange „Longboard“. Es ist definitiv ein ganzes Stück grösser wie ich und ich kann es kaum alleine tragen. Ich bin froh, wenn ich das Ding im Wasser habe – wobei dann wird es mit der Anstrengung auch nicht so viel besser. Als „Greenhorn“ hat man eigentlich gar keine Ahnung von Wellen. Ich unterscheide also grob für mich: Schaum = direkt vor dem Strand, zum Surfen ungeeignet,. Grosse Wellen = ungefähr die dritte Wellenlinie vom Strand aus gesehen, zu gross für mich. Mega-grosse Wellen = vierte Wellenlinie, aber da schaffe ich es eh nicht hin und die beliebten Baby-Wellen = zweite Wellenlinie, mein Ziel.

Ich bin über eine Schnur mit dem riesigen Board verbunden. Man möchte es nicht glauben, aber der ganze Schaum und die letzten kleinen Wellen vor dem Strand sind fieser als sie aussehen.  Es kostet mich ungemein Kraft mit dem Board bis ins brusthohe Wasser zu kommen. Es ist ein wilder Waschmaschinen-Mix aus schnellem durchs Wasser laufen, Board vorausschieben, über die Wellen springen, Board über die Wellen werfen oder gleich ganz drunter durch tauchen… 2 Liter geschlucktes Salzwasser und Puls von mindestens 140 später befinde ich mich an der richtigen Stelle.

Nun gilt es an alles zu denken, was der Lehrer uns gesagt hat: Augen zum Strand, 90° zur Welle und mit beiden Armen kräftig PADDELN!! So schnell und so hart wie es nur geht! Geschwindigkeit aufnehmen und wenn man den „PUSH“ der Welle spürt aufjucken. Über Fusspositionen spreche ich jetzt nicht noch. Eine lange Story kurz: es ist schwieriger, als man denkt.

Aber dafür: wenn man erstmal die Welle erwischt hat und die (als Anfänger) maximal 15 Sekunden zum Strand „surfen“ kann, ist es das grösste Glücksgefühl überhaupt!

Also toben wir noch drei Tage mit den Boards durch Wasser, hängen in der Surfschule ab, sowie im Beach Café und cruisen mit dem Quad von Strand zu Strand, mega-Sunsets inclusive. Es fällt schwer sich zu trennen und die Badehose wieder gegen Kleider einzutauschen. Die Tage rollen wie perfekte Wellen an uns vorbei, aber nehmen uns auf höchstem Glücksgefühl mit. Beautiful, magical, active, rich, beloved Costa Rica… gern wären wir noch geblieben!

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