Die Cameron Highlands & Pulau Pangkor

 

Der quietschende Bus brachte uns sicher ans Ziel. Nach drei Stunden Fahrt die Berge rauf und runter kommen wir endlich in Tanah Rata, dem „Hauptort“ von den Cameron Highlands an. An der Bushaltestelle wartet schon der Abholdienst von unserem Hostel, dem „Fathers Guesthouse“. Wie sich schnell herausstellt, ist es sogar „Father“-Gerard höchstpersönlich! Sehr, sehr herzlich werden wir empfangen und sind nach der doch sehr anstrengenden Fahrt sehr froh, solch ein heimeliges und komfortables Guesthouse vorzufinden! Ausserdem ist es in der Tee- und Farmregion von Malaysia um einige Grad kühler, was eine willkommene Abwechslung zu den durchschnittlich 33°C an der Küste ist! Den Abend lassen wir bei einem „Steamboat“ (wie Fondue nur besser!) beim Chinesen ausklingen. Eigentlich wollten wir ja nur noch eine Kleinigkeit essen… wieder nix 😉 Am nächsten Morgen werden wir zuverlässig vom heimischen Suppen-Gockel um 4:30Uhr geweckt *grummel*. Heute schliessen wir uns einigen anderen Backpackern und einem Guide an, um die Region ein wenig zu erkunden. Zuerst steht der „Mossy Forrest“ (Moos-Wald) auf dem Programm. Die perfekte Aktivität um unsere Boots so richtig einzuschmuddeln! Im Gänsemarsch wandern wir durch den Urwald und klettern über Wurzeln und Gestein. Tiere sieht man hier keine, aber einige spezielle Blumen und eben Moos, soweit das Auge reicht. Wir besuchen einige Aussichtspunkte, doch das grosse Highlight folgt gegen Mittag: der Besuch der Boh-Teeplantage! Boh Tea Plantations
Hier kann man bei einer 180°-Aussicht über die Plantagen verschiedene Tees der Region degustieren und wenn man will, dazu auch eine Erdbeertorte mit frischen, regionalen Erdbeeren geniessen! Ausserdem sind die Ländereien und die Teefabrik frei zur Besichtigung. Danach geht’s in einen kleinen Tierpark. Hier sehen wir, wer in den Plantagen und Urwäldern sonst noch so wohnt. Eine beachtliche Anzahl von Echsen, Käfern, Schlangen (ja, auch giftige) und Spinnen (ein ganzer Tarantel-Handel!!) hat es hier… Grrrrrrrrrrr……!!!! Wegen den eher bedenklichen Sicherheitsstandarts sehe ich jedoch den Ausgang lieber als die ganzen notdürftig zusammengeschusterten Terrarien. Auf dem Markt kaufen wir noch ein paar Früchte und selbstverständlich auch einen Pack frische Erdbeeren, die hier überall in Hülle und Fülle das ganze Jahr wachsen! Am Abend profitieren wir wieder vom „Multi-Kulti“ in Malaysia! Heute gibt’s Indisch – aber so richtig! Die volle Auswahl gibt es hier, ob eine Dosa Masala, ein Thali, das berühmte Butter Chicken, Rotis, Naan, Raita, Dhal & Co… Wir sind satt pro Gehr für 1,50 CHF (Lassi & Essen). Schlecker…..!! Indian Restaurant KumarAm nächsten Tag wollen wir selbst das Programm bestimmen und mieten uns ein Töffli um durch die Gegend zu fahren. Wir besuchen noch mal einige schöne Punkte, wie auch eine zweite Teeplantage und haben wir Glück, dass uns das tägliche Nachmittagsgewitter nicht erwischt! Die Cameron Highlands sind für uns eine willkommene Erfrischung! Ausserdem lieben wir das Father’s Guesthouse, was der ideale Hang-Out ist, um ein paar Tage zusammen mit anderen Backpackern auszuspannen. Dazu eine Tasse Tee und der Tag ist perfekt. Jedoch sollte man anderereits nicht mit zu hohen Erwartungen kommen – insgesamt können wir schon sagen, dass Malaysia wahrscheinlich noch einige Jahre brauchen wird, um alle Attraktionen durch zu stylen und Massentourismustauglich zu machen. Unsere Meinung: Ist auch gar nicht nötig! Hoffentlich bleibt es noch lange so „low key“ wie es jetzt ist (Ok, hier und da wäre eine bessere Müllabfuhr und ein, zwei Malerunternehmen ganz nett….). „Low Key“ geht es Malaysia-04475auch für uns weiter. Der nächste Stopp: Pulau Pangkor (Pulau = Insel). Palau Pankor 2Auch hier werden wir wieder herzlich empfangen. Die herzige dreiköpfige Besitzer-Familie, plus Foxy (Katze) und das quasi zum Guesthouse gehörende Hornbill-Pärchen heissen uns herzlich willkommen! Zwar muss man im „Badezimmer“ quer auf dem WC sitzen (Asiaten sind wohl doch VIEL kleiner) und es hat auch nur Kaltwasser (was bei der Hitze immer noch zu warm ist), aber wir geniessen die familiäre Atmosphäre sehr! Pulau Pangkor besticht zwar nicht durch glasklares Wasser oder durch eine funktionierende Müllabfuhr, aber es hat viel Charme und besonderes alle Bewohner der kleinen dschungeligen Insel. Auch grosse Attraktionen gibt es nicht – bis auf die vielen Affen, die gern aus dem Urwald kommen, um die (noch sehr wenigen) Touristen zu ärgern… und wie man Getränkeflaschen, Pringels-Dosen oder Kekstüten aufbekommt, haben sie selbstverständlich auch schon längst gelernt. Wir hängen hier also noch ein Bisschen am Beach ab, essen eine Menge Seafood und melden uns wieder, wenn’s weiter geht…

Palau Pankor

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