5 vor Heimkehr

Nun ist der historische Moment gekommen – noch genau eine Woche, dann sind wir von unserer einjährigen Weltreise zurück, in der schönen Schweiz…

Unzählige Male wurden wir nun schon gefragt, wie man sich denn da so fühle. Wörtliche Zitate lauteten z.B.: „Freut man sich, will man es nicht wahr haben oder ertränkt man es im Alkohol?!“. Ihr braucht keine Angst haben, trotz eines gelegentlichen Caipirinhas oder einem feinen Glas Rotwein in den letzten Wochen, mussten wir noch keine unschönen Gefühle auf diese Art und Weise „betäuben“..

Zugegebenermassen ist es ein komisches Gefühl. Wir erfassen noch nicht so richtig, dass in einer Woche tatsächlich alles vorbei sein wird. Irgendwie kann man es so gar nicht glauben. Natürlich haben wir die Freiheit, jeden Tag zu tun und zu lassen, was wir wollten sehr genossen, so etwas passiert einem wohl nicht so schnell im Leben… Das war ein unglaubliches Luxus, den es sehr schwer fällt, wieder ab zu geben.

Es war ein sehr schönes Jahr, wir haben unendlich viel gesehen und erlebt und wir haben so sehr genossen zu Zweit zu sein! Zwar war das Reisen an sich nicht immer entspannend, aber innerlich und „mental“ sind wir absolut relaxt und stressfrei. Vor allem haben wir dieses Jahr viel gelernt. Eigentlich konstant. In der „Western World“ sind wir ja so privilegiert. Wenn man nicht nur „5-Sterne-Urlaube“ macht, wird man damit zwangsläufig konfrontiert…. Bei unserer ca. 1- bis 2-Sterne-Reise (falls man das so definieren kann/will) natürlich um so mehr. Aber das wollten wir ja auch und es hat geholfen, die Welt tatsächlich einmal mit anderen Augen zu sehen. Wir werden mit absoluter Sicherheit noch lange von den Erfahrungen zären.

Jedoch wollen diese ganzen Eindrücke auch verarbeitet sein. Selbst nach einem schönen und „gehaltvollen“ Urlaub braucht man die Zeit hinterher, um alles innerlich „zu verschaffen“… Nach einem Jahr freuen wir uns nun auch auf die Zeit, alle gemachten Erfahrungen zu richtig erstmal auf uns wirken zu lassen. Wenn man jeden Tag etwas Neues sieht, kann man das irgendwann gar nicht mehr richtig.

Wir haben das Gefühl, dass ein Jahr des Reisens eine gute und lange Zeit war… langsam haben wir genug von Rucksack packen, schmierigen Zügen, Nachtbussen und Hostels… Wir sehnen uns nach „unserem Plätzchen“. Ja wir sagen es nochmal deutlich : OH DER RUCKSACK NERVT MITTLERWEILE SO SEHR!!!

Der Gedanke eines „geregelten“ Alltags lässt uns hingegen erschaudern. Können wir dieses Konzept nicht einfach weiterhin ignorieren, bitte?!?!?!

Dennoch fühlen wir uns nun bereit nach Hause zu kommen. Die Freude überwiegt!! Es ist spannend, sein Leben noch einmal ganz neu zu planen… Auch haben sich vielleicht einige Prioritäten verschoben. In diesem Jahr (glauben wir) gemerkt zu haben, was uns wirklich wichtig ist oder auch was wir in Zukunft anders machen wollen… Irgendwie ist das total aufregend! selbstverständlich im positiven Sinne!!

Aber das Wichtigste ist, und für uns der grösste Grund für die Freude auf nächsten Montag Abend, dass alle „virtuellen“ Möglichkeiten heutzutage zwar toll sind (ergo Email, Facebook, Skype, ect.), aber auf gar keinen Fall Euch, liebe Familie und Freunde, ersetzen kann! Nicht einmal ansatzweise!! Wir freuen uns, Euch alle wieder zu sehen und Euch wieder ganz fest in dem Arm nehmen zu können!

Wisst Ihr jetzt, wie wir uns fühlen?!

Share this:

1 Comment

  1. Mami + Papi says: Antworten

    Danke für all die schönen Berichte, die Ihr auf dieser Seite veröffentlicht habt. So konnten wir ein ganz klein wenig an Eurer wunderschönen Reise Anteil haben. Wir freuen uns schon auf mehr….. und auf das Wiedersehen mit Euch. Noch ein paar schöne Tage in Madrid, das wünschen Euch

    Mami + Papi

Schreibe einen Kommentar