Südafrika – Unser Roadtrip entlang der Garden Route

Vorwort

Südafrika – Unser Roadtrip entlang der Garden Route

Euer Guide zur Erkundung des östlichen und westlichen Kaps, inklusive Hostel- und Restauranttipps

Es ist wieder soweit! Ein Roadtrip an einer Traumdestination steht uns bevor: Wir erkunden Südafrika, mit der bekannten Garden Route! Das letzte Mal waren wir vor guten acht Jahren hier und wir können es nicht erwarten wieder in dieses traumhafte Land zu reisen. Wer Natur, Tiere, gutes Essen und auch mal ein Gläschen Wein mag ist hier genau richtig. Wir beschreiben in diesem Artikel unsere Stopps während unserer Reise, die Sehenswürdigkeiten, geben Tipps zu Hostels und Restaurants, aber wir verraten Euch auch, was man aus unserer Sicht an dieser Tour noch verbessern könnte, so dass Ihr den perfekten Südafrika Roadtrip entlang der Garden Route planen könnt!

East London

Wir landen nach unserer Safari in Madikwe in East London. Der Grund dafür ist, dass wir die schönen Strände des östlichen Kaps mitnehmen wollen, welche sich ach super zum Surfen eignen sollen. Leider haben wir etwas Wetter-Pech, da ein Zyklon von Madagaskar in den nächsten Tagen auf Südafrika treffen soll. So haben wir starke Winde, viel Regen und müssen leider aufs Surfen verzichten.

East London ist sicher keine Schönheit, aber der breite, endlos lange Strand ist ein Highlight! Wer viel Zeit hat, kann auch einen Tagesausflug nach Cintsa machen, wo es ebenfalls einige Wellen zum Surfen gibt!

Wir besuchen in East London noch das Kings Children Waisenhaus. Lest hier unsere Erfahrungen – wir können es sehr empfehlen ein wenig Zeit auf ein gemeinnütziges Projekt zu verwenden.

Restaurant-Tip:

Im „Toast Cafe“ gibt es Bio-Salate, – Wraps und Burger. Der hausgemachte Eistee darf dazu nicht fehlen. Ein fettes LIKE!

Das „Grazia“ ist DER Edel-Schuppen an der Promenade mit einer riesigen Karte und einer leckeren Fischplatte. Die Preise sind – wie wir später im Vergleich zum Westkap feststellen – lächerlich. Tolle Gerichte und feine Weine ab € 5.

Port Alfred

Port Alfred ist ein guter Zwischenstopp in Richtung Port Elisabeth. Besonders gut gefällt uns an diesem verschlafenen Örtchen der schöne Strand mit den riesigen Sanddünen – da fühlt man sich glatt wie in der Sahara! Ansonsten gibt es hier leider nicht wahnsinnig viel zu tun, aber alle Surfer, Sandboarder und Beachbums werden sich hier wohlfühlen. Ausserdem gilt Port Alfred als sehr sicher: Laut den Anwohnern gibt es kaum Kriminalität, deshalb sucht man mit Stacheldraht umzäunte Häuser vergebens – wie erfrischend!

Restaurant-Tip:

Hier haben wir einen Café und Lunch-Tipp: „The Penny Farthing“ ist ein herziges Restaurant, direkt am Fluss. Die Terrasse ist gemütlich, die Salate fein und der Cheesecake WICKED!!

Port Elizabeth

In PE finden wir ebenfalls viel Beach- und Surfaktion! Das Städtchen hat eine ansehnliche Strandpromenade mit Outdoor-Fitnessstudios und Jogging-Strecken. Ausserdem befindet sich der „Addo-Elefant-Park“ in unmittelbarer Nähe. Wir haben hier eine Self-Drive-Safari unternommen und sind sehr begeistert! Wir wollen unsere Safari in Madikwe nicht missen, auf gar keinen Fall! Aber der Addo Park hat viele Wasserlöcher, an welchen sich immer viele Tiere versammeln (oder sich die Elefanten gegenseitig duschen!). Das ist definitiv Fun für 3, 4 Stunden!

PE ist übrigens die Calamai-Hauptstadt der Ostküste. Nachts beleuchten die unzähligen Fischerboote den Horizont, die mit dem Licht die Tintenfische anlocken. Das ist also auch gleichzeitig unser Gourmet-Tip!

Jeffrey’s Bay

Jeffrey’s Bay ist der Surf-Hotspot Südafrikas schlechthin – hier gibt es je nach Jahreszeit die berühmten „Supertubes“! Wen wundert es daher, dass hier Contests, wie das „Billabong Pro“ jährlich ausgetragen werden. Schade jedoch, dass der Ort trotzdem einen heruntergekommenen Eindruck macht. Die Häuser sind alt und es hat viele herumlungernde Leute. An der Hauptstrasse folgt ein Surf-Ausrüster auf den nächsten und ganz zuletzt kommen noch alle Outlets von Billabong, Roxy, Quicksilver ect. Leider sind diese auch nicht wirklich sehr aufgeräumt und machen so das Shoppen nicht gerade zu einem Erlebnis.

Unser Tipp: Wer nicht ein absoluter Surfprofi ist und auf die perfekten Wellen aus ist, kann seinen Südafrika-Roadtrip getrost erst ab unserem nächsten Stop, Plettenberg Bay, starten. Man sollte sich bewusst sein, dass alle bis jetzt beschriebenen Orte weder einen Schönheitspreis gewinnen, noch ist sehr viel (ausser Surfen und ein paar kleinere Nationalparks) zu machen ist.

Hotel-Tip:

Shall Guesthouse Jeffreys Bay
Das „Shaloa at the Supertubes“-Guesthouse ist ein wenig teurer, aber das ist es wert! Die meisten TOP ausgestatteten Zimmer haben Meerblick, das Frühstück ist der Hammer und abends brennt draussen auf der Terrasse das Feuer im Kamin. Ein Highlight!

Restaurant-Tip:

„Kitchen Windows“, ein kleines unscheinbares Gebäude am Dolphin’s Beach, überrascht mit herrlicher Aussicht aus dem ‚Wintergarten‘, etwas speziellem Personal, aber sehr einfallsreichem Essen. Unbedingt das Flatbread des Hauses probieren!

Plettenberg Bay (Garden Route)

Hier ist etwas los! In Plett haben wir 3 Nächte gebucht und die sollte man auch mindestens einplanen. Port Elizabeth Canooying
Ob Kanu fahren auf dem Fluss, Wandern im Robberg Nationalpark, einen Tagesausflug in den Tsitsikama Nationalpark (meeeegggaaa-schön!), Stand-Up Paddling in der Lagune, Canyoning, Surfen oder am Strand hängen – wir haben die Qual der Wahl. Aber auch für Schlechtwettertage gibt es genug Aktivitäten.

Uns gefällt besonders die Lawnwood Snake Reserve! Die Ranger sind sehr kompetent und – obwohl ich das nie für möglich gehalten hätte – schliesse ich Freundschaft mit Kornnatter Bob, die ich sogar auch selber in den Händen halte! Ausserdem hat Plett im Zentrum einige Geschäft und Boutiquen, jedoch sind die Öffnungszeiten überall (ausser in Kapstadt) nur von 9 -17 Uhr.

Hotel-Tip:

Long Story Guesthouse PoolWer hierher kommt sollte unbedingt versuchen ein Zimmer im „Long Story Guesthouse“ zu bekommen. Die Zimmer sind stylish, neu und bestens ausgestattet, das Frühstück ist wundervoll, es ist 300m vom Strand entfernt und Besitzerin Meg ist sehr herzlich und hilfsbereit. Es ist wahrscheinlich das beste Guesthouse, in dem wir je waren!!

Restaurant-Tips:

Im „Lemongrass Seaside Restaurant“ gibt es DIE BESTEN Calamari-Tubes!! Besser geht’s nicht!

„Nguni Restaurant“ ist sehr populär, aber zu Recht. Wir haben Tuna-Steak und – Carpaccio und sind begeistert!

Oudtshoorn

Wir fahren über die Garden Route, die von Platt nach Mosel Bay führt, nach Oudthoorn ins Landesinnere.

Unser Tipp: Knysna ist ebenfalls ein schöner Ort, wo man viel unternehmen kann und die Zeit wie im Flug vergeht. Obwohl es nur 1 Stunde Fahrtzeit von Plett entfernt ist, würden wir ein nächstes Mal ebenfalls für ein, zwei Nächste bleiben. Mossel Bay machte einen „in die Jahre gekommenen Eindruck“ und hat uns weniger gut gefallen.

Oudthoorn zeigt nochmal ein ganz anderes Bild von Südafrika. Es ist sehr heiss und staubig. Als wir ankommen Frage wir uns, was wir eigentlich in diesem kleinen Örtchen wollen… Doch der erste Eindruck täuscht: Hier gibt es eine ganze Menge zu sehen!

Meercats OudtshoornEin absolutes Highlight ist die Erdmännchen-Safari mit „Mercat Adventures“. Zwar müssen wir wieder um 5 Uhr morgens auf der Matte stehen, aber es lohnt sich! Wir haben eine tolle Sonnenaufgangs-Begegnung mit den herzigen Tieren. Guide Dolf erzählt uns auf humorvolle Art alles zum Leben der Erdmännchen – es ist wirklich den Aufwand wert.

Für Familien mit Kindern oder auch sonstig Tier-Interessierte, können wir die „Cangoo Wildlife Ranch“ empfehlen. Zwar ist es eine Art Zoo, aber man erfährt mit einem Ranger wirklich viel über die Tiere Afrikas. Wer will, kann für den Artenschutz spenden oder auch eine Tier-Patenschaft übernehmen. Ausserdem bietet das Center Begegnungen mit Schlagen, Affen oder Geparden an. Gelegentlich werden Tiere ausgewildert, aber ansonsten ist ihr Motto: „Nur was man kennt, das schützt man.“

Die „Highgame Ostrich Farm“ ist ein weiteres Highlight in Oudtshoorn! Hier lernen wir alles über Strausse, ihr Zucht und was man alles aus ihren Federn und ihrem Leder machen kann. Wir dürfen Baby-Strausse halten, Strausse füttern und wer will, darf sogar einen reiten. Tolle Führung und leckerer Lunch-Stop!

Oudtshoorn

Hotel-Tip:

Wir bleiben im „Oewer Plans View“ und haben ein mit AirCon ausgestattetes Zimmer mit Community Küche. Es ist zwar nicht das Modernste, aber es ist alles da was man braucht. Da es hier im Landesinneren sehr heiss werden kann (wir hatten 37°C und abends 31°C) würden wir eine AirCon SEHR empfehlen. Auch der Pool sorgt für eine willkommene Abkühlung.

Restaurant-Low-Light:

Obwohl bei TripAdvisor sehr gut bewertet: Das „Nostalgie“ sollte man unserer Meinung nach meiden. Unterbesetzt, langsam (nach 50 Minuten war unser Essen immer noch nicht da), alt und nicht besonders freundlich.

Swellendam

Swellendam ist ein historisches Dorf, welches den Trip zwischen Oudtshoorn und der Küste sehr gut bricht. Man sagt, es sei die älteste Siedlung Südafrikas. Viel zu sehen gibt es allerdings nicht.

Restaurant-Tip:

Restuarant „Drostdy“ ist eine Perle! Untergebracht in einem alten niederländischen Kolonialgebäude, ist man hier wunderbare „Fusion-Cuisine“, französisch/südafrikanisch. Wir hatten dreierlei Wild-Spezialitäten… ein Gedicht!

Hermanus

Ein klassischer Stop auf dem Weg nach Kapstadt! Hier kann man sehr gut ein oder besser zwei Tage verbringen, den 11km langen Cliff Walk machen oder für alle Adrenalin-Junkies ist Hermanus (nebst Gaansbai oder Simonstown) der Hub für das Hai-Tauchen.

Hotel-Tip:

Hermanus Harbour HotelWir waren im „Gallery Studios“, welches vom „Harbour House Hotel“ (die Häuser befinden sich gegenüber, 200m Luftlinie, voneinander) betrieben wird. Das Studio war super! Grosszügig, sogar mit Küche, zentral, modern und mit Pool. Jedoch ist es oberhalb von einem Einkaufszentrum und dem dazugehörigen Parkdeck. Besonders nachts ist es sehr laut wegen irgendwelcher Generatoren und Lüftungen. Das nächste Mal würden wir ein Zimmer im „Harbour House Hotel“ buchen.

Restaurant-Tip:

Das „Fusion“ sieht aus wie eine Touristen-Falle, ist es aber keinesfalls! Aufmerksame Bedienung und leckere Gerichte mit dem besonderen Twist. Ich träume heute noch von meinen Seafood-Linguini mit Kokosnussmilch!

Stellenbosch / Wine Lands

In den Wine Lands könnte man einen kompletten Urlaub verbringen! So schön ist es hier! Wir empfehlen mindestens 4 Nächte hier einzuplanen, aber auch bei 5 Nächten wird es einem (wenn man Wein mag) nicht langweilig.

Zum Shoppen und Flanieren hat uns Stellenbosch am Besten gefallen. Zwar ist Franschoek auch sehr schön

Unsere Tips:

Spier: Für uns ist ihr Chenin Blanc der Lieblingswein dieser Reise! Auf Spier kann man ausserdem picknicken, Restaurants besuchen oder einfach Spaziergänge machen und das Anwesen geniessen.

Boschendal: Wir empfehlen das Picknick mit Korb und Decke im Garten – wundervoll! Am Besten, man plant grad einen ganzen Nachmittag ein.

Blaauwklippen: Nebst einigen Weinen bietet Blaauwklippen auch Cognac und drei leckere Gin an.

Rozendal: Einst war ein es Weingut – heute stellt Rozendal fünf Essig her. Wir hätten nie gedacht, dass Essig so spannend und interessant sein kann. Wir empfehlen das Tasting sehr! Ausserdem sind Gäste-Bungalows gemütlich und haben zum Teil beste Sonnenuntergangs-Aussichten.

Haute Cabrière: Vor acht Jahren waren wir schon einmal hier – und wir können heute sagen, das die Weine noch genauso fein sind!

„The Fat Butcher“ Restaurant: Wer Fleisch liebt, der ist hier richtig. Sensationelle Steaks, Surf & Turf, aber auch Seafood gibt es hier in zeitgenössischen Ambiente und mit smarter Bedienung.

„Hoppie Dorp“ Restaurant: Feine, frische Gerichte und schöne Terrasse zum Sitzen und sich Verweilen.

Kapstadt

Die „Mutterstadt“ oder Metropole Afrikas! Wir lieben diese Stadt, ihren Vibe und natürlich die wunderbare V&A Waterfront! Es lohnt sich sehr hier einige Tage zu verbringen, zum Tafelberg hochzufahren, das farbenfrohe Bo-Kap zu besuchen, die Longstreet hoch und runter zu flanieren und Jazz an der Waterfront zu hören.

Ein besonderes Highlight ist Champs Bay, der dazugehörige Strand und abends der Sonnenuntergang!

Camps Bay

Restaurant-Tip:

Das „Zenzero“ serviert wunderbare Seafood-Platten, Crayfish und Muscheln. Aber auch alle anderen Gerichte sehen wunderbar aus. Beim Reservieren sollte man unbedingt einen Tisch in erster Reihe bestellen.

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6 Comment

  1. Oh das ist ein toller Reisebericht! Da kriegt man sofort wieder Fernweh.

    Alles Liebe,
    Laura von http://www.lauratopa.com 🙂

    1. Danke, liebe Laura! das freut uns! Lieber Gruss!

  2. Der Wahnsinn, ein absoluter Traum! Ich war leider noch nirgends, hatte noch keinen Urlaub usw. und deine Bilder machen mich im positiven echt neidisch. Du siehst wundervoll aus und die Fotos sind einfach nur traumhaft!

    1. Jenny says: Antworten

      Hallo Anja

      Oh, das ist aber liebes Kompliment! 🙂 Danke vielmals!

      Du brauchst nicht traurig sein – Deine Zeit zu reisen kommt ganz sicher auch noch! 🙂 Bei Vielen liegt es entweder an ein wenig Angst in die grosse weite Welt zu reisen (aber die hast Du sicher nicht, wenn Dir das so gefällt) oder es liegt am Budget/ Lebenssituation… Und dazu kann ich sagen, dass es für jeden Geldbeutel / Alter eine Destination gibt! Für das reisen allein, mit Partner oder mit Kids… Bin gern für Dich da, wenn Du Tipps zu egal welchem Reisethema brauchst! 🙂

      Lieber Gruss

      Jenny

  3. Schöne Fotos habt ihr, für mich geht es über Ostern von Durban nach East London – ich bin schon gespannt auf die Wild Coast! 🙂
    Und: Ich liebe den Chenin Blanc von Spier auch 😀
    Liebe Grüße,
    Kathi

    1. Jenny says: Antworten

      Hallo Kathi

      Danke für Deinen Gruss! Südafrika ist ein wunderschönes Land, was so viel zu bieten hat. wir hatten solch eine schöne Zeit hier und wünschen Dir auch ganz viele, spannende Erlebnisse!

      Lieber Gruss

      Jenny

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