Malaysia Part 3 – Langkawi, Sepang und KL

Nach Palau Pankor mit seinen zwei Mini-Stränden, einigen Fressbuden und einer handvoll Guesthouses erscheint Langkawi wie der Inbegriff des Massentourismuses. Während auf der Fähre vom Festland fast nur Einheimische und ein paar Backpacker anreisen, kommt der Touri-Strom direkt per Flugzeug auf der Insel an. So ist man dann am Hauptstrand (Chenang) der Insel auf umgeben von den ‚Westeners‘. Es ist der ganz normale Asien-Tourismus: Links und rechts der Strasse reihen sich Massage-Salons, Souvenir-Shops, Hotels und Restaurants nebeneinander, am Strand liegen Stühle und Schirme für je CHF 3 pro Tag für die sonnenhungrigen Touristen bereit, auf dem Wasser kreuzen sich Jetskis und Boote, die Gleitschirme hinter sich her ziehen.

LangkawiAber nach dem ersten Schock ist Langkawi gar nicht mal so schlecht: Der Strand ist gepflegt, das Wasser sauber, die Strandbungalows gut unterhalten und trotzdem günstig. Die Restaurants sind authentisch (vor allem die Indischen), die Taxifahrer ehrlich, die Shopbesitzer lassen einen in Ruhe. Und: Langkawi ist Duty-Free-Zone. Das heisst, stattNine Years einen lokalen „Gin“ in seinem Tonic zu „geniessen“ (wie andernorts in Malaysia – falls man überhaupt Hochprozentiges bekommt), kriegt man hier für ein paar Franken einen anständigen Bombay Sapphire im lokalen Duty-Free-Shop. Und das lokale Seafood kann man mit einem Schluck gutem neuseeländischen Sauvignon Blanc runterspülen, ohne dass die Kreditkarte gleich aus der Tasche jammert. Leider beschränkt sich der Duty-Free-Vorteil auf Alkohol, Zigaretten und Schokolade (wer braucht schon Toblerone bei 36°C im Schatten?!), so dass ein wenig Pret-a-Porter auf der Strecke bleibt. Egal, deshalb sind wir ja auch nicht hier! Wir hängen uns an den Strand.

Für unseren 9. Hochzeits-Tag am 20. März entscheiden wir uns für eine Spa-Behandlung im nächsten Luxushotel (wir sind ja immer noch auf Backpacker-Budget und wohnen im einfachen Strandbungalow nebenan) sowie anschliessendem Dinner am Strand von selbigem Hotel. Die Behandlung ist der Traum, die Location am Strand für das Essen ebenfalls, nur das Essen selber ist leider zu ‚europäisch‘ und sehr ….fad, für unseren, nun schon einen sehr hohen Chili-Pegel-gewöhnten, Geschmack.

Malaysia-0549_kleinWeiter geht’s nach Kuala Lumpur (oder wie hier üblich: „KL“), per Air Asia Flug, welcher punkto Komfort und Kundenfreundlichkeit 1:1 mit Easyjet mithalten könnte (*urgs*). Um es kurz zu machen: Kuala Lumpur sieht man in einem Tag. Petronas-Towers at day, Petronas-Towers at night, Breakfast at Traders Hotel (best Breakfast EVER!!) und das wars. Die riesigen Shopping-Malls sind beeindruckend, geben aber wenig her, ausser man hat das Budget in Höhe eines Bruttosozialproduktes eines Kleinstaats zur Verfügung.

ABER: Der eigentliche Grund für Kuala Lumpur ist ja das Formel 1 – Rennen. Ganz früh haben wir uns in einer ‚Early-Bird‘ für 50% Karten für die Start-Ziel Gerade gesichert Malaysia-0617_kleinund machten uns Sonntag Mittag per Sonderbus zur Strecke in Sepang auf, ca. 1,5 h ausserhalb der City. Der kleine Regen vor dem Rennen kam uns ganz recht, denn vom Spaziergang vom Busparkplatz bis zur Tribüne waren wir schon komplett durchgeschwitzt. Die Hitze ist fast unerträglich. Dann geht aber die Action auf der Strecke ab und die unglaubliche Lautstärke der Boliden, der Geruch von Gummi und Bremsbelägen, die Überholmanöver und Boxenaction laden einen selber mit Adrenalin auf. Völlig fertig verfolgen wir die Siegerehrung mit 3 Fahrern die alle nicht happy scheinen und verschwinden wieder im Bus zurück zum Hotel.

Mit Blick auf die beleuchteten Twin Towers geniessen wir den letzten Abend in Malaysia, bevor es am nächsten Morgen via Singapore zurück in die Heimat geht – von 33° C nach -2° und Schnee. Na herzlichen Glückwunsch.

 

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