Coming home – Gehr’s zurück in Asien

Gerade sitzen wir im Bus von Melaka (Malaysia) nach Ipoh… Doch die letzten vier Tage waren schon so ereignisreich, dass wir es nicht versäumen wollen, ein paar Erlebnisse mit Euch zu teilen!

Von Zürich sind wir über London mit den wundervollen A380 nach Singapore geflogen. Für alle, die mal vor der Entscheidung stehen sollten: der A380 lohnt sich wirklich! Die Sitze sind wesentlich bequemer und funktioneller, als in einem „normalen“ Flugzeug, wenn man oben sitzt bleiben einem schreiende Kinder (in der Regel) erspart, hat extra Stauraum und einen sehr ruhigen und entspannten Flug!

Somit kamen wir sehr entspannt in Singapore an,  DER asiatischen Metropole! Es war interessant zurück zu sein, denn vor 7 Jahren machten wir den ersten Stop-over hier… Das Preisniveau in Singapore ist hoch. Besonders für Hotelzimmer. Im Vorhinein hatten wir also ein einigermassen vertretbares Backpacker Hostel gebucht. Stolze 80 CHF kostete es dann doch noch pro Nacht mit Gemeinschafts-Badezimmer, ohne Fenster, Zimmer in Schuhkarton-Grösse mit Hochbett… Günstiger geht in Singapore fast nur, wenn man Bettläuse in Kauf nehmen würde…. Nein danke!

Also blieben wir zwei Nächte  in diesem Backpacker der ersten Stunde… mit Halligalli auf den Gängen bis mindestens 3 Uhr nachts, Leuten aus aller Welt, einem nicht-essbaren Frühstück und einer rappelnden Klimaanlage! Auf seine ganz eigene Art irgendwie schön…

Gibbon Singapore ZooDoch nun zu den wirklichen Highlights! Tatsächlich haben wir Singapores Zoo besucht. Für alle, die das nicht wissen: man sagt, dieser Zoo sei einer der Weltbesten… Das haben wir nachgeprüft und können bestätigen: Es haut einen echt um!!! Die Anlagen sind riesig und wunderschön gestaltet. Dieser Zoo gibt einem nicht das Gefühl von Mitleid oder Grausamkeit – ganz im Gegenteil. Die Tiere  und Gehege sehen gepflegt aus und wirklich den Tieren angepasst!
Der Singapore Zoo hält unter vielem Anderen Orang Utans, weisse Tiger, Leoparden, Geparden, Flusspferde, Gibbons, Pandas und auch die in Borneo heimischen Nasenaffen – fast kein Zoo in der Welt kann diese aufgrund der speziellen Haltungsbedingungen im Zoo halten. Ausserdem laufen viele kleinere Affenarten frei herum und man kann sie aus nächster Nähe beobachten. Obwohl wir schon viele Tiere in freier Wildbahn erleben durften, war der Zoo trotzdem einen Besuch wert und ist ganz sicher sehr zu empfehlen.

Dim Sun SingaporeAm Nachmittag stürzten wir uns noch etwas ins Shopping-Getümmel… auch wenn man nicht grad alle Läden leerkauft, muss das in Singapore auch mal sein. Sushi und Dim Sum durften natürlich nicht fehlen! Weiter ging es mit dem Bus nach Melaka, Malaysia. 4,5Std dauerte die komfortable Fahrt und Grenzüberquerung. Melaka erinnert ein wenig an Hoi An (Vietnam – für die, die es kennen). Die kleine Stadt ist ebenfalls UNESCO Weltkulturerbe und beherbergt in vielen kleinen, alten, chinesischen Wohnhäusern kleine Museen. Ausserdem gibt es noch einen kolonial District, weil in dieser Hafenstadt zeitweilig die Holländer, Portugiesen und Briten das Kommando hatten… Somit ein interessanter Mix. Eine weitere Besonderheit in Melaka ist die sog. „Nyonya“-Kultur. Es gibt Nyonya-Kleidung, Nyonya-Essen, Nyonya-Häuser… Jonker Walk MelakkaDoch was ist das genau?? Um 1850 entstand – besonders in Melaka – ein Mix der Kulturen durch Heiraten zwischen chinesischen Handelmännern und den lokalen malaysischen Frauen. Die Kinder, die aus diesen Ehen hervorgingen sind die sog. „Peranakans“, oder „Babas“ (für die Männer) und „Nyonyas“ (für die Frauen). Daraus entwickelte sich eine ganz neue Kultur, weil die Gebräuche, die Sprache und auch das Essen chinesisch / malaysisch gemixt wurden. Die lokalen Leute erhielten diese neue Rasse von Babas und Nyonyas durch arrangierte Heiraten bis in vor einigen Jahren, dass nur „Mischkinder“ auch „Mischkinder“ heiraten durften.

Soviel zu den historischen Details. Fakt ist, dass wir  bei unserem Aufenthalt in Melaka sehr von dieser Kultur profitert haben! Meine Güte – das Essen war ja sooo unglaublich fein! So haben wir die aus der chinesischen Küche gut bekannten Frühlingsrollen mal ganz anders gegessen: aus einem Omlette-Teig, mit Saucen direkt drin, vegetarischer Füllung und das Beste: Nyonya-Frühlingsrollen sind viel GRÖSSER!!! Oder die Nudelsuppe ist Nyonya-Style einfach achtmal so scharf… Yummy!!!

Bus Terminal IpohUnterdessen sitzen wir im nächsten Bus… Wir wollen heute noch in die „Cameron Highlands“ kommen. Und so nehmen wir in Ipoh den Anschlussbus – weitere Stunden sollen es wohl sein, wir stellen uns aber mal lieber auf drei Stunden ein… Schon bei leichtem bergauf fahren geht die Klimaanlage nicht mehr *ächz* und der Bus kommt fast zum Stehen. Ausserdem quietscht das Ding, als wenn man mit nassen Gummistiefeln über PVC geht… Uiuiui… jetzt fängt es auch noch an zu regnen (wir sind ja im REGENwald!!!). Die Fahrt kann noch heiter werden…

 

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1 Comment

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