Magisches Rapa Nui – Die Osterinseln

Mystisches „Rapa Nui“ Osterinseln

…oder auch die „Osterinseln“ – wie im deutschen Sprachgebrauch üblich. Wir befinden uns an einem ganz speziellen Ort. Man kann ihn kaum auf der Weltkarte finden – Rapa Nui ist ein kleiner Fleck im weiten blauen Pazifik.

Ihr werdet Euch jetzt sicher fragen, warum wir in der Einzahl sprechen. Rapa Nui umfasst eine, mit ca. 4000 Einwohnern bewohnte, Hauptinsel und ein paar winzig kleine unbewohnte „Motu“ (Inselchen), die man nicht einmal betreten kann. Der einzige bewohnte Ort ist Hangi Roa, wo praktisch alle Einwohner leben. Es gibt hier nur wenige Mini-Supermärkte (also genauer gesagt „Tante-Emma-Läden“), eine Post, zwei Banken, eine handvoll Restaurants und einige Souvenir-Läden.

Aber was treibt einen also hierher zu kommen?

Rapa Nui hat eine ganz besondere Atmosphäre und Kultur. Die Landschaft ist von drei Vulkanen geprägt und ansonsten recht flach. Die grünen Wiesen und die fehlenden Bäume erinnern manchmal etwas an die Küstenlandschaften von England. Die Insel ist berühmt für die „Moai“ – riesige Steinfiguren, die die weite Landschaft überblicken. Bis heute rätseln die Wissenschaftler über ihre genaue Bedeutung. Wahrscheinlich haben sie als eine Art „Grabstein“ gedient. Der Überlieferung nach hat man in ihrer Nähe die sterblichen Überreste von Menschen gefunden. Aber das ist auch nicht so wichtig. Erhaben überblicken sie die Insel und geben ihr ein geheimnisvolles Flair und uns herrliche Fotomotive! Die Insel ist aufgrund ihrer geringen Grösse schnell mit einem Mietauto umrundet und erkundet. Zwar gibt es hier ausser den Steinfiguren nicht viel zu sehen, aber wir würden jedem von Euch, der Mal „in der Nähe ist“ ein Besuch der Insel für einige Tage sehr empfehlen!

Ein Tag mit den Locals

So klein die Insel auch sein mag, herzliche Menschen hat sie trotzdem. Wir bekommen Kontakt zu einen Locals in der Nachbarschaft unseres Guesthouses und werden von ihnen zum Abendessen eingeladen. Die gesprochenen Sprachen sind Rapa Nui, wenig Englisch und Spanisch. So bekommen wir leider nicht ganz alles mit… Zum Glück ändert sich das ab nächster Woche, wenn wir zum Sprachkurs gehen!

Wir sind also im Haus von Tito und Katjana, einem jungen Ehepaar. Als alle Gäste eingetroffen sind fischt Tito für alle 20 Gäste mehr wie genug Fisch (natürlich direkt vor der Haustür in Rapa Nui). Es werden Ensaladas (Salate), Chorizo (Würste) und Brot gegessen – es ist einfach fabelhaft! Obwohl wir nicht viel Spanisch reden ist der Abend locker und es wird gelacht, bis allen die Tränen kommen. Man versteht sich halt auch ohne die korrekten Worte! Schnell wird Musik gespielt und die Gäste fangen mitten im Wohnzimmer an zu tanzen und zu singen. Ohne jeglichen Scham. Der älteste Mann in der Runde wird mit Federkopfschmuck (traditionell üblich in Rapa Nui) versehen und lässt ebenfalls die Hüften kreisen. Für uns gibt es „Privatlektionen“ in den traditionellen Tänzen, ob feuriger Paartanz oder graziles Südsee-Frauen-Solo – die haben es profimässig drauf! Wir erzählen, lachen und tanzen bis 1 Uhr am morgen und schliessen alle in unser Herz. Am Ende werden wir von Tito und Katjana noch mit Muscheln, Federn und Perlen beschenkt. Das macht uns sehr verlegen – doch sie gehen auf unseren Protest nicht ein. Das sei auf den Osterinseln Tradition und gehöre dazu, sagen sie. Voller Bewunderung für soviel Selbstlosigkeit und auch so viel Losgelöstheit verlassen wir letztendlich ihr Haus und gehen schlafen. Die haben uns wirklich etwas voraus….

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