Mar’haba aus Jordanien – angekommen!

Jordanien empfängt uns mit offenen Armen – und mit voller orientalischer Wucht! Während der Fahrt vom Flughafen in die Stadt steigt der orange Vollmond über den Sand-Dünen auf. Etwas gar viel Kitsch zum Anfangen – aber schön!

Amman ist Middle East pur! Laut, heiss, schmutzig, an steilen Hängen gebaut, mit Moscheen an jeder Ecke. Im Fastenmonat Ramadan in der muslimischen Welt zu sein scheint interessant. Kaum Aktivität über Tag, fast keine Touristen, dafür Chaos pur nach Sonnenuntergang. Dann durchströmen Gerüche von frisch gekochten Gerichte die Strassen, die lauten Gebete von den Moscheen mischen sich mit dem Gehupe der Tausenden von Autos, die sich durch den Abendverkehr quengeln, die Märkte füllen sich auf einen Schlag. Das „normale“ Jordanien jedoch werden wir wohl erst ab dem 10. September erleben, nach Eid Al-Fitr, dem Ende des Fastenmonats.

Nach zwei Tagen in Amman zieht es uns in das ruhige, nördliche Jordanien, wo es in Jerash imposante römische Ruinen und in Ajloun eine komplett andere Landschaft zu bestaunen und bewandern gibt. In der grünen Umgebung fühlt man sich ab und zu fast wie in der Toskana…

Wir geniessen es, Zeit im Überfluss zu haben. Einheimische glauben es kaum, dass wir vier Wochen Zeit eingeplant haben… Taxifahrer versuchen uns zu überreden, eine Tour in vier Stunden zu machen, für die wir vier Tage eingeplant haben. Tourismus im Eil-Verfahren ist man hier gewohnt. Pauschalangebote handeln Jordanien meist in ca. einer Woche ab.

Aber wir haben Zeit, über die Märkte zu schlendern, Bäckern beim Zubereiten von frischem Fladenbrot zuzuschauen, von Einheimischen ein paar Worte Arabisch zu lernen oder ausgedehnte Wanderungen im nördlichen Hochland zu machen (1000m ü.M.)

Danach geht es durch’s Jordantal runter zum Toten Meer – eine einmalige Erfahrung, vom Wasser getragen zu werden! Aber auch die Erkenntnis, in welcher Umgebung die Israeliten 40 Jahre umherirren mussten, bevor sie bei der heutigen King Hussein Brücke den Jordan überqueren durften, oder den selben Ausblick vom Berg Nebo zu haben, den Moses kurz vor seinem Tod hatte, lässt einen demütig innehalten.

Allerdings werden einem in den ersten Tagen auch andere Seiten des Reisens klar. Schon am zweiten Morgen stellt man fest, dass der Rucksack nie wieder so wie ursprünglich gepackt werden kann. Fazit: Ausmisten! Ausserdem entdecken schnell mehr Touristen dieses wunderschöne Land, also: Zimmerpreise= Lonely Planet+25%! Die durch scheppernde Lautsprecher verstärkten Streie des Vorbeters der Moschee um vier Uhr und fünf Uhr morgens würde man gerne kurzfristig gegen heimisches Kirchengebimmel tauschen. Und die alles überrollenden italienischen Reisegruppen mit identischen Schirmmützen gegen zumindest minimal kultivierte Mitreisende. Basta.

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2 Comment

  1. Reto says: Antworten

    Hallo Marina, schön von dir zu hören. Die meisten Fotos sind mit der Spiegelreflex gemacht, also der D90. Das vom toten Meer jedoch mit der wasserdichten Sony (bietet sich an…) 😉 Bald kommt ein kleines Best-of von Jordanien in die Gallery – stay tuned! Grüsse R&J

  2. Marina says: Antworten

    soo schöne fotos!! macht ihr die mit der sony kamera oder der spiegelreflex?? 🙂

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