Salzburg – Mozartstadt

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oder: Wo gibt es die beste Mozartkugel? Salzburg – Mozartstadt

Wir beenden unser Reisejahr 2017 mit einem Roadtrip. Die Freiheit mit dem eigenen Auto hinzufahren, wo es einem gefällt ist für uns unbezahlbar. Dieses Mal schweifen wir dafür nicht allzu weit in die Ferne, sondern nehmen uns unser Nachbarland Österreich vor. Dabei sind wir auf der Suche nach winterlichem Flair, Kultur, Kunst, Gourmet, Wellness und schönen Landschaften. Die erste Etappe dabei ist Salzburg – die Mozartstadt.

Artikel über Salzburg wurden schon vielfach geschrieben.

Salzburg bei Nacht

Deshalb möchten wir Dir den Mozart-Faktor dieser einmalig schönen Stadt näher bringen. Wie hinlänglich bekannt war Mozart einer der bekanntesten und einflussreichsten Komponisten und Musiker der Geschichte. Er wurde 1756 hier in Salzburg geboren. Leider wurde er nur 35 Jahre alt. Was er in dieser Zeit erreichte ist jedoch unglaublich. Schon sehr früh galt er (und auch seine Schwester Nannerl) als Wunderkind. Er spielte mit 5 Jahren schon Geige und Cembalo (eine Vorgängervariante des Klaviers, bei dem die Seiten in Inneren nicht mit einem Hämmerchen angeschlagen, sondern gezupft werden). Mit 11 Jahren komponierte er seine erste Oper, sein Lebenswerk sind 21 Opern und dazu viele Klavierstücke, Orchester-, Kirchen- und Kammermusik. Von seinen 35 Lebensjahren befand er sich circa ein Drittel auf Reisen und gab Konzerte in zehn Europäischen Ländern. Auch war er circa 1.5 Jahre Hoforganist ist Salzburg. Mozart starb im Dezember 1791 in Wien – die genaue Krankheit lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Er hinterließ mit seiner Frau Constanze zwei Söhne, welche kinderlos blieben. Somit gibt es heute keine direkten Nachkommen Mozarts mehr.

Der Mozart-Hype

Mozarts GeburtshausDurch den frühen Tod des Genies und die enorme künstlerische Hinterlassenschaft Mozarts entwickelte sich ein regelrechter Hype um seine Person, die auch schon bald nach seinem Tod begann. Seine Frau Constanze und seine Schwerster Nannerl verstanden es sein Erbe in Form der Musik, aber auch Biografien, geschickt zu vermarkten, sodass bis heute vieles von seinem Vermächtnis erhalten ist.

Wen dies interessiert, kann in Salzburg das Geburtshaus Mozarts, sowie das Wohnhaus Mozarts besichtigen. Wir fanden beides sehr spannend und es gibt einen guten Einblick in die damalige Zeit. Zum Beispiel erfährt man wie gelebt wurde und wie fragil das Leben damals war. Eigentlich ist es ein Wunder, dass Mozart in Anbetracht der hohen Säuglingssterblichkeit überhaupt überlebt hat. Fünf seiner Geschwister starben bei der Geburt oder wurde nicht mal ein Jahr alt. Und auch er und Constanze hätten eigentlich sechs Kinder gehabt – nur zwei überlebten.

Ausserdem sind alte Instrumente ausgestellt, alte Noten und Briefe Mozarts und der Besucher kann in die Welt der Oper und klassischen Musik eintauchen. Beides ist einen Besuch wert. Wer nur Zeit für eins hat, sollte in das flächenmässig grössere Wohnhaus gehen.

Konzert in der Residenz zu Salzburg

Wer die Musik Mozart in volle Zügen geniessen will sollte ein Konzert besuchen. Wir entschieden uns für das informelle und kleine Konzert DomQuartier in der alten Residenz. Hier werden täglich kleine Konzerte gegeben, Dauer ist circa 1 Stunde und kostet um die 20 Euro pro Person. Gespielt wurden Klaviersonaten auf dem Cembalo und der Geige.

Die Mozartkugel

In Salzburg ist auf allen möglichen (Touristen-) Artikeln Mozarts Konterfrei zu sehen. Jedoch gibt es da etwas Besonderes: Ihm wurde eine Süssigkeit gewidmet, nämlich eine Praline. Sie hat den treffenden Namen „Mozartkugel“. Es gibt sie von verschiedensten Herstellern. Deshalb haben wir für die wichtigsten Hersteller getestet und teilen Dir unten unsere Wahl der BESTEN Mozartkugel mit!

Diese Praline besteht aus einem Kern aus Pistazien-Marzipan, der mit Nougat umgeben wird. Anschliessend wir die Kugel auf ein Holzstäbchen gesteckt und mit Schokoladen-Kuvertüre überzogen. Grundsätzlich kann man die Mozartkugeln in zwei Gruppen einteilen: Die industriell hergestellten und die handgerollten Kugeln aus der Konditorei. Überraschend für uns ist, dass die handgemachten Kugeln alle in blau-weisser Folie gewickelt sind und nicht in den ‚Mozart-Farben‘ gold/rot.

In einer Konditorei wurde die Mozartkugel auch erfunden. Wie nur mit so vielen „erfundenen Dingen“ streitet man sich ein wenig, wer wohl der Erste war und somit DIE ORIGINALE MOZARTKUGEL hat. Theater gab es auch schon bei der Namensgebung. Ein Gericht hat hier entschieden, wie sich die Kugeln nennen dürfen.

Wir verglichen für Dich:

  • Konditorei Fürst Morzartkugel (handgerollt) „Original Salzburger Mozartkugel“
  • Konditorei Schatz Mozartkugel (handgerollt) „Echte Schatz Mozartkugel“
  • Konditorei Holzermayr (handgerollt) „Echte Salzburger Mozartkugel“
  • Mirabell Mozartkugel (industriell) „Echte Salzburger Mozartkugel“
  • Reber Mozartkugel (industriell) „Echte Reber Mozartkugel“

Wer hat also die Beste?

Als erstes probieren wir die handgerollte Mozartkugel der Konditorei Fürst.

Laut eigener Angaben entwickelte Konditor Paul Fürst 1890 die Mozartkugel. Er stelle sie aber zuerst unter dem Namen „Mozart-Bonbon“ vor. Konditorei Fürst  hat einige Filialen in Salzburg. Die geschmackvollen Konditoreien sind einladend, traditionell und die Mitarbeiter sehr freundlich. Für 1.30 EUR pro Praline kaufen wir eine Kostprobe.

Zuerst fällt uns die Größe auf. Das sind wirklich grosse Pralinen! Mehr als zwei schafft man davon wohl
nicht… Die dunkle Schokolade ist knackig und der Kern weich. Man schmeckt die Pistaziennote sehr gut und wir müssen sagen: Das ist einfach nur lecker!!

Konditorei Fürst Salzburg

Fuerst Mozartkugel

Als nächstes gehen wir zu Konditorei Holzermayr. Wir finden, hier sieht es eher aus wie in einem „Candy-Shop“: Mehr bunt verpackte Waren, als handgefertigte Pralinen. Pro Kugel knöpft uns die Verkäuferin hinter der Kasse 1.10 EUR ab.

Die Grösser der Praline ist ungefähr gleich wie bei Fürst. Jedoch schmeckt sie ganz anders. Sie ist deutlich süsser und die Pistazie kommt weniger gut zur Geltung. Aber auch diese Praline ist knackig und im Kern weich schmelzend. Für uns ist sie aber leider zu süss.

Hofmayer

Nun steht noch die Mozartkugel der Konditorei Schatz auf dem Speiseplan. Wir stehen einige Zeit an, um überhaupt eine Kugel für 1.10 EUR kaufen zu können. Hier im Café ist einiges los! Wenn wir nicht schon so viele Mozartkugeln gegessen hätten wäre wir sicher bei den ganzen kunstvoll dekorierten Torten und Petit Fours schwach geworden… Auch die Kaffeespezialiäten sehen fabelhaft aus!

Doch beim Test der Mozartkugel liegt sie ebenfalls hinter der Praline von Fürst. Die Kugel ist leicht kleiner wie die ersten zwei und eher herb. Sie schmeckt für uns eigentlich gar nicht wie eine Mozartkugel. Der Nougat-Anteil ist grösser, uns fehlt hier das Spezielle.

Konditorei Schatz

Konditorei Schatz

So ist für uns ganz klar die Mozartkugel der Konditorei Fürst die Beste!

Doch man hat ja nicht die Möglichkeit ständig den „Real Deal“ aus Salzburg zu beschaffen… So kommen wir zu den industriellen Vertretern von Reber und Mirabell. Als Erstes fällt uns auf, dass diese Pralinen ein Stück kleiner sind als die Handgerollten. Auch sind sie natürlich günstiger. Rebers Kugel ist geschmacklich am ehesten vergleichbar mit der Kugel von Fürst und Mirabell hat sich eher die Kugel von Konditorei Holzermayr zum Vorbild genommen, ist also deutlich süsser.

Wir empfinden die Kugeln als kompakter (fester) und besonders das Pistazien-Marzipan schmeckt uns bei den Kugeln aus der Konditorei besser. Rebers „Kugel“ ist ausserdem nicht rund, sondern hat eine platte Seite – sie steht also.

Wem Salzburg zu weit ist, kann also mit der Reber Mozartkugel einen guten Eindruck vom „Geschmackserlebnis Mozartkugel“ bekommen!

Einfach nicht die Kalorien mitzählen 😉

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9 Comment

  1. Was die Mozartkugeln anbelangt, stimme ich Dir zu: Fürst in Salzburg hat eindeutig die besten. Allerdings haben wir nicht den gesamten Vergleich wie Du hier in Deinem Post. Vielleicht sollten wir das auch mal testen?

  2. Hallöchen, Salzburg liegt quasi um`s Eck, daher kenne ich Salzburg gut und hab auch schon am Linzer Gassenfest, mit meiner damaligen Band gespielt.
    Da gibt es auch tolle Bar´s und die Altstadt ist super schön! Die Mozart Kugeln natürlich auch 😀 !!!
    Hoffe ihr hattet noch schöne Tage! 🙂
    Liebe Grüße aus Oberösterreich,
    Selina von http://www.diemama.at

  3. Mozartkugeln mochte ich zwar nie so gern, aber Salzburg ist eine unglaublich schöne Sadt und immer einen Bescuh wert 🙂

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von http://www.liebewasist.com

  4. nici says: Antworten

    Interessanter Beitrag. Meine Oma ist in Salzburg aufgewachsen. Irgendwann will ich auch mal hier her. Jedoch wegen der Landschaft, nicht den Kugel „die mag ich nämlich nicht“.

    Alles liebe

  5. Ich wäre im Dezember auch fast nach Salzburg gereist – wurde dann aber doch nichts. Naja – jetzt weiss ich wenigstens was ich ausprobieren muss, wenn ich dann mal wirklich da bin 😀

  6. Salzburg ist immer wieder eine Reise wert. Diese Stadt ist soooo schön. Tolle Bilder
    http://carrieslifestyle.com

  7. Servus! Das ist ein toller Bericht von euch. Mozartkugeln mussten wieder mal sein. Obwohl ich nicht genug von Schokolade nicht genug kriegen kann, schmecken mir die Kugeln nicht 🙁

    Liebe Grüße aus Wien, Menna von http://www.linesandrhymesuniverse.blogspot.com

  8. Hallöchen,
    das klingt ja nach einem super Trip nach Salzburg. Da war ich noch nie, aber du hast mich definitiv neugierig gemacht. Mal sehen, ob ich dieses Jahr auch mal dahin reise 🙂

    Liebst Linni
    http://www.linnisleben.de

  9. Ich war dieses Jahr auch auf einen kurzen Abstecher in Salzburg. Zum ersten Mal bin ich allein so weit gefahren. Eine Mozartkugel musste natürlich auch sein… gehört ja irgendwie dazu. 😀 Ich finde es lustig das ihr verschiedene probiert habt.
    Liebste Grüße Tamara

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