Salento & Valle de Cocora

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Salento

Nach ein paar Tagen in der Stadt fliegen wir von Bogota nach Pereira, um das Kaffeehochland zu erkunden. Wir freuen uns auf etwas Natur, ein herziges Örtchen und natürlich: feinen Kaffee!

Vom Flughafen in Pereira ist die Fahrzeit mit dem Taxi circa 40 Minuten. Wir entscheiden uns gegen den Bus, da man erstens umsteigen muss und zweitens am Nachmittag und am Wochenende die Busse seltener fahren. So fahren wir für umgerechnet 40 Euro nach Salento.

Hier sind die Häuser farbenfroh gestrichen und das Dörfchen ist in sanfte, grüne Hügel eingebettet. Allerdings sucht man die Ruhe hier vergeblich. Auch bei einheimischen Touristen ist Salento überaus beliebt. Die zahlreichen gutgelaunten Besucher teilen sich die Strassen mit Mororrädern, Autos, Bussen, “Willys” (= Jeeps), Pferden, sowie Hunden und Katzen. Ein Souvenirshop reiht sich an den Nächsten – und: Sie alle verkaufen das Gleiche.

Wir holen uns vom Früchteverkäufer am Hauptplatz einen Becher frische Ananas und einen mit Kokosnuss. Knabbernd mischen wir uns unter’s Volk.

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Restauranttipps Salento

Wir haben wunderbar im “Maraki Cosmo Food” gegessen. Es ist ein internationales Restaurant, wo man aber auch gut die lokalen Spezialitäten probieren kann (z.B. die Forelle). Wer Lust auf ein Thai Curry, ein paar Fajitas oder einen guten Salat (z.B. mit Quinoa) hat, sollte unbedingt hier her kommen.

Ausserdem ist der “Beta Grill” eine zuverlässige Varinate für einen guten Burger und feine Guacamole.

Im “Makao” findet man lokale Gerichte mit einem Twist… Ruhigeres Ambiente, aufmerksamer Service und gute Hausweine.

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Valle de Cocora

Aber wir sind ja nach Salento gekommen, um die Natur zu geniessen. Deshalb ist ein Ausflug ins Valle de Cocora Pflicht, wo es die eindrücklichen Wachspalmen, Kolumbiens Nationalbaum, zu bestaunen gibt. Am Hauptplatz im Dorf nehmen wir also ein “Willy”, welches uns und einige andere Touristen in circa 25 Minuten ans Ziel bringt. Unser Tipp: Wenn man die Chance hat, sollte man eine Strecke hinten stehend auf dem Willy mitfahren! Das ist schon der halbe Spass!

Am Valle de Cocora angekommen, treffen wir eine Jahrmarkt-ähnliche Atmosphäre an. Tja, die Touristen, die es in Salento hat, hat es hier auch, plus noch ein paar mehr! Aber sobald wir unsere Wanderung beginnen ist keine Menschenseele mehr in Sicht. Offiziell hat man die Auswahl zwischen einer 5 stündigen Rund-Wanderung und einem einstündigen Marsch zu den Highlights, wo aber der Hin- und Rückweg der selbe ist.

Wir entscheiden uns erstmal für Letzteres, da man einfach so weit laufen kann, wie man will (das heisst, wenn man einfach immer weiter läuft, macht man automatisch die 5 Stunden Tour).

Das Valle de Cocora ist atemberaubend schön! Die sanften Hügel, die saftig grünen Wiesen und natürlich die majestätischen Wachspalmen! Sie werden bis zu 60m hoch und wie der Name schon sagt, wurden sie früher tatsächlich zur Herstellung von Kerzen gebraucht. Dazu haben wir Glück mit dem Wetter und als Kontrast zu all dem grün zeigt sich der Himmel strahlend blau!

Wir laufen also der Hauptstrasse entlang, an einem Café vorbei, bis der Weg in die Palmen führt. Dann geht es rechts hoch, wo man 3000 COP Eintritt für den ‘Palmenwald’ zahlt.  Der Weg windet sich einen Hügel hoch, von wo aus man immer wieder tolle Ausblicke hat. Kurz vor der Kurve, die hinter den Berg führt, entdecken wir rechts hoch einen Aussichtspunkt. Von hier aus haben wir einen Überblick über das ganze Tal! Und darüberhinaus haben wir einen Rundweg gefunden. Wir laufen über einen Trampelpfad herunter und folgen den Trampelpfaden der Pferde zurück zu besagtem Café. So haben wir am Ende eine Rundtour von guten zwei Stunden gemacht. Absolut perfekt!

Wie erwähnt gibt es die Möglichkeit gewisse Touren mit Pferden zurück zu legen. Wir sind beide keine Reiter oder Pferde-Kenner. Laienhaft müssen wir aber sagen, dass viele Pferde keinen guten Eindruck gemacht haben. Teilweise sahen sie abgemagert und ungepflegt aus. Wer im Sinn hat einen Ausritt zu machem sollte sich gut erkundigen, welche Ranches einen guten Ruf haben.

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Kaffeetour

Direkt von Salento Downtown führt ein Spazierweg zu dem Kaffeefarmen. Als wir im Hostel fragen wie weit es circa sei, werden uns 30 Minuten angegeben. Kolumbianische 30 Minuten, wie sich später herausstellen sollte. Wir laufen ca. 1,5 Stunden, bis wir die erste Kaffeefarm sehen.

Wir entscheiden uns für eine Tour bei “Don Elias”, da die Farm familiär geführt ist (eher Bauernhof-Charakter) und nicht so lange dauert. Da wir den Prozess schon öfters gesehen haben und eine unschlagbare Tour in Costa Rica gemacht haben, geht es uns mehr ums Probieren, als um die Tour. Und genau das bekommen wir auch: Eine unspektakuläre Tour, dafür leckeren Kaffee!

Wer mehr Wert auf die Tour legt, sollte vielleicht auf die grösste Farm, “El Ocaso” zurückgreifen.

Alles in allem ist dies aber eine Aktivität, die man in Salento auf jeden Fall gemacht haben sollte!

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Fazit

Die Gegend um Salento ist sicher sehr sehenswert und sollte bei einer Kolumbienreise fest auf dem Programm stehen. Wer dem Zirkus hier entgehen will, sollte jedoch die Wochenenden vermeiden. Das Valle de Cocora hingegen ist ein absolutes MUSS – landschaftlich ist etwas vom Speziellsten, was es gibt! Von anderen Reisenden haben wir noch gehört, dass das nahegelegene Filandia auch schön und zudem noch weniger touristisch ist. Im Nachhinein wäre das wahrscheinlich noch die perfekte Ergänzung für uns gewesen.

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17 Comment

  1. Liebe Jennifer,

    das sind ja wunderschöne Eindrücke, die ihr gesammelt habt. Alleine schon die Fotos sind einfach traumhaft schön <3! Ich möchte sofort dorthin.

    Liebe Grüße und schönen Abend
    Verena

  2. Kann mich mal jemand ganz schnell dorthin beingen bitte … einfach traumhaft schön 💙

    1. Jenny says: Antworten

      Ja, das war es 🙂 Danke für Deinen lieben Kommentar!

  3. Das sind ja ganz spezielle Landschaften, mit diesen hohen, schlanken Palmen! Man entdeckt immer wieder etwas neues… Liebe Grüsse, Miuh

    1. Jenny says: Antworten

      Da hast Du Recht, liebe Miuh! Lieber Gruss!

  4. Wie gerne würde ich diese Ausflüge jetzt auch sofort machen. Diese wunderschöne Gegend erkunden, unter den Palmen sitzen und einen Kaffee genießen. Kolumbien scheint ein interessantes Reiseziel zu sein.
    Liebe Grüße
    Regina

    1. Jenny says: Antworten

      Hallo Regina!

      Ja, das ist es! Wir haben noch ein paar mehr Artikel über Kolumbien in der Pipeline. Die kommen in den nächsten Wochen. Stay tuned!

      Lieber Gruss

  5. Du hast das Fernweh in mir geweckt!
    Vor vielen Jahren habe ich auf der Dominikanischen Republik auch eine Kaffeefarm besucht und die reise zählt heute noch zu meinen liebsten!

    1. Jenny says: Antworten

      Ja, das sind schöne Momente (besonders für Kaffeeliebhaber!) 🙂 Wir haben das auch ganz besonders gern!

  6. Tolle Bilder, schöner Bericht und gute Empfehlungen… Dankeschön!

    1. Jenny says: Antworten

      Sehr gerne 🙂

  7. Einen wunderschönen guten Abend.
    Wie gerne hätte ich das auch erlebt und gesehen. Danke für den tollen Einblick.

    Liebe Grüße,
    Sandra.

    1. Jenny says: Antworten

      Gern geschehen! Vielleicht dient das ja als Anregung!

      Lieber Gruss!

  8. Wow, hört sich echt toll an. Die Fotos sind super, war sicher schön dort! Wirklich gut geschrieben der Beitrag! 🙂
    Alles Liebe, Vicky

    1. Jenny says: Antworten

      Vielen Dank, liebe Vicky! Das hören wir gerne! Mehr Artikel kommen! 🙂

  9. Toller Bericht und super Fotos. Die Palmen am ersten Bild sehen ja witzig aus.
    Wie lange seid ihr dort gewesen?
    Liebe Grüße, Nicoletta

    1. Jenny says: Antworten

      Wir waren drei Wochen in Kolumbien, was sicher eine gute und ausreichende Reisedauer ist. In Salento waren wir zwei Tage, wären aber gern länger geblieben, doch es war schon sehr ausgebucht.

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